Archive for August, 2008

NLP Allergieprozeß nach Dilts

Sonntag, August 17th, 2008

von Markus Röder, NLP Trainer

Link zum hören: http://www.training-deluxe.de/podcasts/allergie.mp3

Robert Dilts, einer der bekanntesten Köpfe aus der NLP Szene hat in den 70er Jahren den Allergieprozess entwickelt. Es ist möglich mit diesem Prozess Allergien zu heilen. Wobei Heilen hier das falsche Wort ist. Nach Dilts ist der Prozess ein körperliches Entlernen einer übersteigerten Reaktion.

Hintergrund war eine These von Dr. Michael Levi aus den 50er Jahren,  daß Körper mit allergischen Reaktionen quasi eine phobische Reaktion auf fremde Substanzen aufzeigen. Es ist so, als würde der Körper aus reiner Angst, dass eine Substanz den Körper schaden könnte mit Kanonen auf Spazen schiessen.

Dilts zeigte auf, daß der Körper eigentlich sowohl aktive als auch passive Reaktionen auf Eindringlinge von Außen kennt. Die aktive Variante gilt Viren und Bakterien und erzeugt eine Reaktion von Killerzellen, welche wie die GSG 9 Jagt auf diese Eindringlinge machen. Auf der anderen Seite, gibt es die eher behäbigen Macrophagen, die passiv alle Fremdsubstanzen aufessen, und dann dem Entgiftungsmechanismus übergeben. Diese passive Seite ist auch dann aktiv, wenn es um soggenannte Allergene geht.

Heute weiß man noch ein wenig mehr über die Immunreaktionen und Wikipedia beschreibt 9 verschiedenen Reaktionsmechanismen in 4 Grundformen.

Deswegen ist  die Intervention, welche Dilts zur als allgemeine Heilung der Überreaktion des Immunsystems beschrieb, nicht  bei allen Varianten von Allergie gleich gut anwendbar. Im speziellen ist es vielleicht notwendig den Prozess zu individualisieren.

Das Prinzip ist jedoch in jedem Fall ähnlich. Das Immunsystem macht einen Fehler. Es reagiert fast schon phobisch auf bestimmte äußere Eindringlinge. Dabei ist es eigentlich in einem verwirrten Zustand zu finden. Woher kommt das. Es ist eine gelernte Stressreaktion, vielleicht gelernt in einer Zeit emotionaler Konfussion. Doch einmal gelernt reagiert es immer wieder. Wie der Pavlowsche Hunde, der immer beim Klingeln der Glocke sabbert, so aktiviert sich das Immunsystem bei einem bestimmten Allergen.

Dies hat bereits 1886 ein gewisser MacKenzie herausgefunden, der einer Frau mit einer Rosenallergie helfen wollte. Die Frau hat als sie in das Behandlungszimmer kam und die einzige Rose dort sah, angefangen intensiv zu reagieren. – Obwohl es eine künstliche Rose war.

Das bedeutet, dass unser Immunsystem auch durch die Repräsentation der Allergenen Stoffe in unserem Gehirn ausgelöst werden kann, und nicht auf die eigentlichen Allergene angewiesen ist. Dies kann man jedoch gut nutzen um über Ankertechniken die Reaktion neu zu ändern oder noch besser: Neue geeignete Reaktionen zu lernen.

Dilts esperimentierte mit den Submodalitäten und fand heraus, daß diese feinen Unterschiede der  Eigenschaften im Kopf das Ergebnis der Reaktion veränderten. Der Abstand vom Allergen oder die Farbe oder Helligkeit oder weitere.

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Veränderung von allergisch phobischen Reaktionen ist die positive Absicht welche hinter der Allergie steckt herauszubekommen. Wenn jemand als Kind, Heuschnupfen bekam und dardurch nicht mehr im Garten arbeiten musste, so hat sich da auch ein System permanent etabliert, daß ohne Erkenntnis auf tiefer Ebene, nicht losgelassen wird. Häufig ist es so, daß man zum Zeitpunkt, als es entstand, nur das Gefühl hatte, man kann nicht anders. Es fehlten die Wahlmöglichkeiten. Denkt man Jahre später darüber nach, fallen einem bestimmt noch viele Möglichkeiten ein, die schwierige Situation von damals zu umgehen.

Es ist jedoch notwendig, daß nicht nur der Verstand, sondern der ganze Mensch dies erfährt und damit erkennt, daß die Ökologie weiterhin gewährleistet wird. Man will ja nichts wegnehmen, sondern nur neues hinzufügen.

Der Kernprozess der Allergieintervention von Dilts ist jedoch das Gegenbeispiel. Aus den Erkenntnissen der psychneuroimmunologie entstanden, hat sich herauskristallisiert, das der Körper auf ähnliche Stoffe auch reagiert. Das bekanntestes Beispiel sind die Pocken. Edward Jenner hat Mitte des 19JH erforscht, daß durch die Einnahme von relativ ungefährlichen Schweinepocken, der Körper auch Abwehr gegen die damals gefürchteten schwarzen Pocken  erstellte. Das Impfen war erfunden.

Unter diesem Aspekt ist es interessant, daß gerade bei Allergikern manchmal Allergien nur bei speziellen Gräßern auftreten, bei anderen nicht. Wenn man nun das Unbewusste dazu bringt, zu erkennen, daß Beifußpollen genauso ungefährlich sind wie Gräßerpollen (auf die man allergisch ist), dann ist der Schritt, intern neu gelernt wird nur noch ein kleiner Schritt. Das Immunsystem hat eben die Fähigkeit zu generalisieren und damit auch zu lernen. Warum soll es daher auch nicht entlernbar sein. Und genau das passiert mit dem Gegenbeispiel. Und wenn das Immunsystem gelernt hat, dann geht Veränderung auch wirklich schnell. Es kann sich innerhalb von Minuten auf die neue Erkenntnis umstellen

Damit der Prozess wirksam funktioniert ist neben der genauen Ursache und Ökologieforschung auch ein bestimmter innerer Zustand nötig. Ich nenne diesen Zustand: Kontakt mit der Körperweisheit. Dieser Zustand ist etwas losgelöst vom bewussten Wachzustand. So wie bei Lauf über Kohlen, der Körper in einen speziellen Zustand geht, ohne Blasen zu bilden, so erfahren die meisten Klienten, diese Veränderung als massive innere Weite oder manchmal auch Konfussion. Das ist gut so, denn um etwas neu zu strukturieren ist eine gewisse Ebene des Chaos notwendig um alte Verbindungen zu lösen.

Der Diltsche Allergieprozess ist ein sehr wirksamer Prozess und wir konnten in Kursen und Coachings oft schon schnelle Erfolge nachweisen. Bernd Isert vom Metaforum Berlin hat dies bereits einmal in Fernsehshow erfolgreich vorgeführt, welche leider dann doch nicht gesendet wurde.

Meine Erfahrung mit dem Prozees ist auch, daß die Wahl des Gegenbeispiels von Bedeutung ist. So kann zum Beispiel eine Katzenhaarallergie nicht von den Katzenhaaren ausgehen, sondern von den Milben im Haar, so daß man adas Immunsystem gennauestens fragen sollten. Mit den Techniken des CBC ist das jedoch einfach und schnell überprüfbar.

Eine Intervention mit dem Allergieprozess dauert in der Regel 20-30 Minuten kann aber auch schon mal nur 10 Minuten Die Kosten für eine Desensibilisierung könnten Sie sich dann sparen.

mit herzlichen Grüßen

Markus Röder

Musik aus dem Podsafe Music Network

Leaving Richmond : Titel: Remember Hope

More human than human: Titel: As I look

Jennifer Avalon : Titel : Dessert Highway

Walt Ribiero : Titel : Alone

Links:

Akademie für NLP und Gesundheit

http://www.training-deluxe.de

Robert Dilts

http://www.nlpu.com/

Psychoneuroimmunologie

http://de.wikipedia.org/wiki/Psychoneuroimmunologie

Polardoxon

Montag, August 11th, 2008

Dieser Podcast betrachtet vertief das Thema Glaubenssätze in Bezug auf Double Binds und paradoxe Anforderungen. Polaritäten sind Aspekte mit denen wir extrem reagieren, aber weder das eine, noch das andere wirklich wollen.

Den Podcast können Sie unter folgendem Link hören:

http://www.training-deluxe.de/podcasts/polardoxon.mp3

Dieser Podcast hat einen etwas eigenwilligen Namen: Polardox – Ein eigenes Wortkonstrukt, das die verbale Brücke von Paradox zur Polarität spannt.

Im Nebel des unbekannten lösen diese Worte oft auch unterschiedliche Reaktionen aus, daher wollen wir uns die von uns genutzten Aspekte diese Worte einmal näher betrachten.

Paradox. Man kann nicht nicht kommunizieren (Paul Watzlawick ) und löst durch die unbeholfen Versuche die doch zu tun im Gegenüber oft interessante Reaktionen. Es ist wie nicht an den rosa Elefanten denken. Eine paradoxe Situation, denn eigentlich möchte ich etwas vermeiden, muss es erst einmal tun, um es vermeiden zu können.

Polaritäten. Wenn einem nur zwei gedachte Möglichkeiten bleiben, ist man zum einen arm an Handlungsideen, zum anderen in einer Art und Weise gebunden, wenn weder das eine als auch das andere Erfolg versprechen, oder sogar negative Auswirkungen haben. Dieser soggenannte Double-Bind ist ein Aspekt von Polaritäten, der vielfach auch zu Krankheiten führen kann.

Die Frage die ich mir stellte ist: Was bringt Menschen dazu, gerade auf so eingefahrenen Wegen zu denken. Viele meiner Klienten kommen mit Ihren Problemen immer in den zwei Varianten daher. Genau hinzusehen und die Rahmen der Möglichkeiten, sich und andere Wertschätzend anzunehmen und auch den eigenen Erfahrungs Machbarkeitsraum als vollständige Ressource zu nutzen, als dies wird nicht mehr benutzt. Es ist in manchen Fällen so als wenn ein Magnet alle Lösungsmöglichkeiten auf 2 Varianten reduziert.

Schaut man genau hin, dann sind diese Themen Elemente des Lebens, welche tief aus der Prägungszeit entstanden sind und immer wieder im Leben Probleme auslösen.

Beispiele: Beziehungen. Das ewige Schwingen zwischen 2 Typen von Partnern. Meine Damen : Vielleicht kennt das die eine oder andere: Zwischen Macho , aber innerlich entfernten Mann und dem Softie, der liebenswert und nah ist, wechseln sich die Beziehungen ab. Zufriedenheit gibt es nur in der Phase der Verliebtheit.

Studie : Manager haben einen prozentual extrem hohen Anteil an sadomasochistischen Sexualpraktiken mit der Rolle als unterlegener.

Work-Life : Bei zuätzlichen Anforderungen extrem arbeiten und dann krank zusammenbrechen. ( Oder auf der Insel der Ausgebrannten enden )

Betrachten Sie Ihr eigenes Leben werden Sie bestimmt auch die eine odere andere Polarität entdecken.

In Kürze finden Sie auch eine Trace zum Thema.

Verwendete Musik:

Pl@stic Soul : Acoustic

Chillerstadt : Heat

The simple things : The moon is torn

kristoffer ragnstam : swing that tambourine

amb26 : another planet

Alle Musik ist wie jedes Mal zu finden auf dem podsafe music network