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Systemische (Grund-)Gesetze

Samstag, Dezember 20th, 2008

Teil 1

Gibt es neben den bekannten Soziologischen Gesestzen noch andere Gesetze, welche das Miteinander in System beschreiben? Die folgenden systemischen Erfahrungen könnten diese Therorie vielleicht untermauern.

1.) Jede Erfahrung wird Teil der Erfahrung der Gruppe

Wir lernen aus Erfahrungen und für ein System ist Information wichtig. Folglich gibt es bewusste und unbewusste Prozesse, mit welchem Informationen weitergegeben werden. Dies geht nach Meinung mancher Wissenschaftler, soweit, daß die reale Nähe zwischen den einzelnen Systemmitglieder nicht unbedingt nötig sein muss. Siehe hierzu den Artikel zum 100sten Affen bei Wikipedia

Doch unabhängig von dieser energetischen Sicht kennen Sie bestimmt auch die Erfahrung, dass Sie mit Personen, welche Sie gut kennen, fast jederzeit festellbar ist, wenn etwas vorgefallen ist, auch wenn es nicht direkt gesagt wird. Ob diese Erfahrung bewusst erkannt wird oder nur unbewußt die Beziehung verändert hängt immer vom Grad der Bewusstheit ab. Nicht akzeptierte Problematiken in Beziehungen oder Gruppen werden früher oder später sich einen Weg ins Bewusste finden. Im Paarbeziehungen ist es oft eine Streitenergie. In anderen Zusammenhängen wird ein Teammitglied auf das Thema plötzlich ungewöhnlich reagieren.

Sehr weitreichend sind in diesem Zusammenhang auch die Familiengeheimnisse. Durch das Verschweigen von unangenehemen Informationen eines Familienmitglieds ergeben sich oft Störungen im Familiensystem, welche über mehrere Generationen hinweg Auswirkungen haben. Das Buch von John Bradshaw mit dem Titel Familiengeheimnisse sei hier jedem der ähnliches in seiner Familie vermutet angeraten zu lesen.

2.) Teamleader bestimmen auch interne systemische Prozesse zu großen Anteilen

Die interne systemischen Repäsentationen in einer Gruppe hängen stark von den Führungspersönlichenkeiten der Gruppe ab. Der Grad der Abhängigkeit ist verbunden mit dem Grad des Führungscharismas.

Sehr oft beobachten wir in Firmen mit starker kraftvoller und motivierender Führung auch einen hohen Anteil an motivierten Mitarbeitern. Dies zieht sich durch die Ebenen der Hierarchien. Natürlich ist der Führungsstil ein wichtiger Punkt dafür, doch auch die Klarheit und der Bewusstseinsprozess des Managers spielen eine Rolle.

Wenn Führungsmitglieder die innere Kündigung oder auch innere Rente einreichen, ohne dies nach außen klar zu bekommen, dann ergibt sich meist ein Vakuum, daß sich durch die systemischen Verknüpungen in vielen Bereichen zieht. Dies kann sehr oft schnell Probleme im Außen des Systems ( z.B Firmenumsatz ) nachsich ziehen. Oftmals sind sich beteiligte Manager nicht im klaren welche Problematik Ihr Aussscheiden nach sich zieht.

Ein interessanter Podcast und Blog zu dem Thema ist der Brainlog. Hören Sie doch mal rein zum Thema: Hell is other People

Doch erfolgreiche Unternehmer bringen auch erfolreiche Firmen zustande. Doch gerade heute ist die Messlatte für Erfolg an einem Punkt angekommen, bei dem ein Wertewandel in der Welt stattindet. Der Wert Geld entpuppt sich mehr und mehr als Luftnummer und repräsentiert immer weniger von dem  was den Menschen wichtig ist. So werden sich in den nächsten Jahren Unternehmer erfolgreich zeigen, die neben dem Geld noch andere Werte nach außen repräsentieren und damit auch eine Mitarbeiterschar mitziehen, die in diesem Wertesystem leben und arbeiten.

3.) Systeme haben Regelmechanismen um den Status zu erhalten

Das Ziel jedes Systems ist es sich zu erhalten und zu wachsen. Dafür braucht es 2 wichtige Mechanismen: Struktur und Beweglichkeit. So wie im Menschen ein Selbsterhaltungstrieb innewohnt, so haben gesunde System auch diesen Trieb um miteinander zu wachsen, bis eine erfolgreiche Größe erreicht ist. Doch ist ein System immer äußeren und inneren Kräften ausgesetzt, welche Veränderung entgegenwirkt. In der Regel ergibt sich nach gewissen Zeiten ein Gleichgewicht, gehalten von soziologischen Faktoren. Dieses Gleichgewicht ist jedoch nicht statisch, sondern im eigenen Rhythmus Schwankungen unterzogen. Denken Sie an eine Beziehung. Wenn der Mann beginnt mehr zui arbeiten und damit den für das Unternehmen Familie vieleicht wichtige Ziel , finanzieller Erfolg erarbeitet, kan es sein, daß für die Frau zu wenig Zeit übrig bleibt ( Die Rollen können auch gut vertauscht sein ). Dies wird sich im emotionalen Anteil des Systems zeigen. Was das bedeutet, können Sie sich vielleicht selbst vorstellen.

Zwei der wichigsten Regelmechanismen sind:

3.1) Die Struktur des Systems – Das Rückgrad

3.2. ) Die Beweglichkeit des Systems – Anpassungsprozesse

Davon mehr im nächsten BLOG..