Systemische Grundgesetze – Teil 2

Hier geht es zum ersten Teil

Im letzten Blog ging es um die Gesetze, mit denen Organismen als Ganzes intern reagieren und agieren. Wir haben gehört, dass eine Erfahrung für das komplette System zugänglich ist und das Vorstellungen von Gruppenleitern einen stärkeren Einfluß auf dieses System hat.

Im dritten Bereich haben wir die Notwendigkeiten von flexiblen Reaktionen und vom Vorhandensein von Struktur definiert.

Deswegen jetzt hier:

3.1) Die Struktur des Systems – Das Rückgrad

3.2. ) Die Beweglichkeit des Systems – Anpassungsprozesse

Struktur

Sie überlegen sich am Morgen, dass Sie einkaufen möchten und schreiben dies auf. Das Umsetzen Ihrer Gedanken , inneren Bilder und Worte auf Papier ist eigentlich ein sehr komplizierter Vorgang, und doch denken Sie über diesen Ablauf nicht einmal mehr nach. Wir haben eine interne Struktur entwickelt. Diese Struktur ist ein unbewusster aber gelernter und festgelegter Prozess, der uns hilft Dinge automatisch durchzuführen. Man nennt das auch Fähigkeiten.

In Gruppen von Menschen entwickeln sich auch solche Fähigkeiten. Ein Anruf kommt rein, die Sekretärin nimmt diesen an, entscheidet und leitet das an den zuständigen Bearbeiter weiter, welcher das Angebot ausfüllt und in die EDV eingibt, welche von einem Techniker betreut wird. Das Zusammenspiel von vielen verschiedenen Personen und das Vertrauen darauf, dass es klappt sind solche Strukturen. Davon gibt es unbewusste und bewusste Strukturen. Geschäftsvorgänge, aber auch Gruppenranglisten ( Der Chef hat immer recht 😉 )wirken klar definiert oder im Hintergrund auf das Zusammenspiel der einzelnen Systeme.

Das ganze ist ein Schraube die man fester ziehen kann. Definiert sich ein Prozess als wirkungsvoll, je nachdem, was man als Erfolg im System definiert, dann wird dieser systematisiert ( im optimalen Falle ). Jetzt kann man die Schraube fester ziehen und jedes Detail festschreiben, was aber jedem Teil der Gruppe immer weniger Handlungsspielraum gibt, dafür im gegebenen System weniger Fehler zuläßt.

Ändern sich jetzt Bedingungen, die im vonherein nicht bedacht wurden, ist die Struktur eher störend, denn die Mitarbeiter, der Körper oder das System verhält sich nicht angepasst an das Problem. Hier hilft nur Flexibilität.

Davon mehr im nächsten Blog…

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